Hallo,
Adam
Interview mit Adam Scott
2013 gewann Adam Scott direkt nach seiner Ernennung zum globalen Markenbotschafter von UNIQLO das Masters-Turnier.
Inmitten seines hektischen Reiseplans traf er sich mit uns in Tokio für ein Interview.
Wenn Adam spricht, ist bei jedem Wort unüberhörbar, wie sehr ihn der Golfsport begeistert.
UNIQLO TOKYO in Ginza. Adam steht vor einem riesigen LED-Bildschirm und zieht die Aufmerksamkeit der ganzen Stadt auf sich. Während er die Leute bereitwillig Fotos von sich schießen lässt, wird klar, warum er so enorm beliebt ist.
- Wie sind Sie zum Golfsport gekommen?
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Ich spielte von klein auf mit meiner Familie Golf. In Australien fängt man schon jung an. Ich begann, Golf zu spielen, als ich zwei Jahre alt war. Ich weiß noch, dass ich mit ungefähr fünf Jahren berühmte Profi-Golfer im Fernsehen sah und mir dachte: „Das möchte ich einmal machen!“
- Wie können Sie Ihre Motivation am besten aufrechterhalten?
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Ich glaube, dass die Motivation immer vorhanden ist, wenn man noch nicht alle seine Ziele und Träume erreicht hat. Alle haben als Kind große Träume. Aber es passiert nicht über Nacht, dass Träume wahr werden. Ich habe zwar schon einiges erreicht, aber viele meiner Träume sind für mich immer noch außer Reichweite. Sobald man etwas erreicht hat, setzt man sich ein anderes Ziel. Das ist für mich bis heute so. Golf ist anders als andere Sportarten, weil es so wenige Möglichkeiten gibt, etwas zu gewinnen. Es ist wichtig, aus seinen Fehlern zu lernen und etwas Positives zu finden, damit man sich weiterentwickeln kann.
Auf einer Driving Range in Toranomon, einem zentralen Stadtteil Tokios, in dem sich Wolkenkratzer und historische Gebäude aneinanderreihen, führt Adam seinen makellosen Golfschwung vor. Manche halten ihn für den elegantesten Schwung der Welt.
- Was ist das Beste daran, ein Profi-Golfer zu sein?
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Da gibt es sehr viel. Für mich ist dies wirklich mein Traum. Natürlich bedeuten mir Turniersiege sehr viel, aber ich hatte im Laufe meiner Karriere auch die Möglichkeit, die Welt zu bereisen und an all diesen wunderschönen Orten Golf zu spielen.
- Golf wird oft als wertorientierter Sport bezeichnet. Was macht jemanden mit Werten aus?
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Ich habe ein paar Freunde, die ich bewundere und das meiner Meinung nach gut verdeutlichen. Die meisten dieser Freunde spielen Golf. Bei diesem Sport sind wir selbst die Schiedsrichter. Wenn wir einen Fehler machen, müssen wir uns selbst Strafen auferlegen. Im Golfsport sind Ehrlichkeit und Integrität wichtig. Wenn man diese Regeln auf das echte Leben überträgt, wird man ein gutes Vorbild. Deshalb ermutige ich Kinder dazu, Golf zu spielen. Es stärkt den Charakter.
- Sie sind in Australien geboren und leben nun in der Schweiz. Was gefällt Ihnen an diesen beiden Kulturen?
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Ich finde den australischen Lebensstil sehr ungezwungen. Vielleicht liegt es daran, dass ich dort geboren worden bin, aber ich bin ein ziemlich entspannter Typ. Deshalb finde ich das sehr gut. Die Schweiz ist fast das komplette Gegenteil. Und ein wirklich schönes Land. Als ich Profi wurde, spielte ich hauptsächlich in Europa. Deshalb beschloss ich, ein Haus in der Schweiz zu kaufen. Sie ist ganz anders als Australien, aber mir gefällt es dort sehr gut.
- Welche Orte der Welt haben Sie am meisten beeindruckt?
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Der Taj Mahal in Indien. Es ist eine tolle Erfahrung, dorthin zu reisen, ein kleines Abenteuer. Und die Chinesische Mauer fand ich auch unheimlich toll.
- Warum haben Sie die Adam Scott Foundation gegründet, die Kindern und jungen Menschen Chancen auf Bildung bietet?
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Bei meiner ersten PGA Tour erfuhr ich, dass der Großteil der Turniererlöse wohltätigen Projekten in der lokalen Bevölkerung zugutekommt. Das war ungefähr zu dem Zeitpunkt, als gefeiert wurde, dass insgesamt mehr als 1 Milliarde US-Dollar gespendet wurde. Ich war 25 Jahre alt und zutiefst davon bewegt, dass man enorm viel erreichen kann, wenn man nicht aufgibt. Der Schwerpunkt der Stiftung liegt darauf, Kindern Chancen auf Bildung zu geben. Ich versuche, Kindern zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen. Ihnen unter die Arme zu greifen.
- Sie sind nun schon seit zwölf Jahren globaler Markenbotschafter von UNIQLO. Wie sehen Sie die Marke?
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Ich finde, dass UNIQLO mit „MADE FOR ALL“ eine starke Philosophie hat, die alle mit einschließt. Meiner Ansicht nach muss ein Unternehmen bzw. eine Marke sehr starke Grundlagen und Prinzipien haben, um erfolgreich zu sein, ohne überall das Logo zu verwenden. Mir gefällt sehr gut, dass man bei UNIQLO wirklich das Gefühl hat, dass die Bekleidung für alle bestimmt ist. Die Bekleidung ist wirklich sehr zugänglich. Golf wird jedoch meist als elitärer Sport wahrgenommen. Ich würde die Philosophie „MADE FOR ALL“ gerne auf den Golfsport übertragen und ihn zu einem Sport machen, den jeder betreiben kann.
- Gibt es einen Artikel von UNIQLO, ohne den Sie nicht mehr können?
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Da gibt es nicht nur einen Artikel, sondern drei. Erstens das AIRism Unterhemd. Es ist sehr bequem und sieht auch toll aus. Man kann es auch solo tragen. Ich trage mein Unterhemd jeden Tag. Dann den Pullover aus besonders feiner Merinowolle. Er ist leicht, weich und klassisch. Der perfekte Begleiter auf Reisen. Und zum Schluss die AirSense Hose. Sie sitzt toll, passt zu allem und ist wirklich ein unerlässliches Basic für alle und jeden Tag.
- Wir haben gehört, dass Sie ein großer Fan von Uniqlo U sind. Was gefällt Ihnen an dieser Kollektion?
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Mir gefallen die Silhouetten, weil sie etwas anders sind als jene, dich ich beim Golfspielen trage. Wenn ich nicht auf dem Platz stehe, möchte ich mich natürlich etwas anders fühlen!
- Wie laden Sie Ihre Batterien auf?
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Am Meer. Ich surfe und schwimme. Das ist gut für den Kopf und die Seele.
- Spielen Sie auch mit Ihrer Familie Golf?
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Meine Eltern spielen beide Golf. Und mein achtjähriger Sohn liebt den Sport. Er spielt auch mit mir. Aber er hört nicht auf mich. Also versuche ich, ihm keine Ratschläge zu geben. Stattdessen fordere ich ihn dazu auf, andere gute Spieler zu beobachten.
- Wie kann man sein Golfspiel am besten verbessern?
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Am wichtigsten ist es, Freude daran zu haben. Dazu muss man zuerst mal seine Erwartungen herunterschrauben. Dann kann man einfach Spaß haben.
Das 1916 gegründete Restaurant Hachimaki Okada ist vor allem bei Schriftsteller:innen beliebt. Kozo Okada kocht in dritter Generation und orientiert sich noch heute an den Originalgerichten. Zu Adams Lieblingsgerichten zählt Awafu Dengaku, eine Spezialität des Hauses.
- Was sind Ihre Schwächen?
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Darüber könnten wir lange sprechen! Ich bin nicht so gut darin, Prioritäten festzulegen. Daran würde ich gerne arbeiten. Ich bin oft auch ziemlich auf Golf fixiert, wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringe. Darüber ist meine Familie nicht besonders glücklich.
- Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
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Einen Golfschläger natürlich. Es ist ein bisschen traurig, dass mein Golfschläger wohl mein wertvollster Besitz ist. Wahrscheinlich würde ich auch einen Ball und Handschuhe mitnehmen. Wenn ich Leute mitbringen könnte, würde ich natürlich meine Familie einladen. An materiellen Dingen hänge ich nicht besonders.
- Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der in seinem Gebiet Spitzenleistungen erbringen möchte?
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An sich selbst zu glauben. Mir wurde oft gesagt, dass ich sehr talentiert bin, aber es gab Zeiten, in denen ich das nicht glauben konnte. Doch sobald ich wirklich begann, dies zu glauben, kamen die guten Ergebnisse. Die Zeit läuft immer weiter. Das heißt, dass man immer weniger Zeit hat, um etwas zu erreichen. Das motiviert mich, mein Bestes zu geben. Manchmal sehe ich mich im Spiegel an und sage: „Du schaffst das.“ Es bleibt trotzdem schwierig. Aber wenn man etwas will, dann findet man auch einen Weg.
Adam Scott
Golf-Profi
Adam wurde 1980 in Adelaide, Australien, geboren. Er war schon in jungen Jahren von Golf fasziniert und erzielte bereits als Nachwuchsspieler herausragende Leistungen. 2000 wurde er Profi. 2001 gewann er bei der Alfred Dunhill Championship seinen ersten Profi-Titel und 2002 belegte er bei seinem ersten Masters-Turnier den 9. Platz. Im April 2013 gewann er als erster Australier ein Masters-Turnier. 2014 wurde er die Nummer eins der Golfweltrangliste. Adam gilt bei wichtigen Turnieren seit vielen Jahren als Mitfavorit und konnte bis November 2025 14 Siege auf der PGA Tour und 11 Siege auf der europäischen Tour erringen. Als globaler Markenbotschafter für UNIQLO wirkte er an der Entwicklung der AirSense Hose mit. Grundlage dafür war die Philosophie, dass „sowohl Look als auch Passform wichtig für eine gute Leistung sind“.
- Fotos: Go Tanabe
- Styling: Yoshiyuki Kitao
- Haar: Kenshin
- Text: UNIQLO
*Stand der Informationen: Dezember 2025.