LifeWear und die Zukunft

LifeWear
und
die Zukunft

Vol.

05

Kleidung waschen

Was können wir tun, um die Umweltauswirkungen beim Waschen von Kleidung zu reduzieren? Es ist Zeit, das Waschen von Kleidung genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Die Umweltauswirkungen der Wäsche von Kleidung.

„Am stärksten wird die Umwelt zwar bei der Fertigung beeinträchtigt, aber auch die Wäsche zu Hause hat große Auswirkungen“, erklärt Dr. Rainer Stamminger, emeritierter Professor der Universität Bonn, der seinen Forschungsschwerpunkt seit Langem auf die Umweltauswirkungen von Hausarbeit gelegt hat. Eine detaillierte Analyse zeigt, dass sich die Wäsche auf komplexe Weise auf die Umwelt auswirkt. Erstens werden dabei enorm viel Energie und Wasser verbraucht und infolgedessen Treibhausgase verursacht. Zweitens werden Waschmittel verwendet. Der Abbau synthetischer Reinigungsmittel, z.B. aus Erdöl gewonnener Tenside, dauert sehr lange und sie verschmutzen das Wasser. „Derzeit ist es nur schwer vorstellbar, dass eine revolutionäre Waschmethode erfunden wird, die unsere Umweltauswirkungen drastisch senkt. Wir müssen also unsere Gewohnheiten dauerhaft ändern.“ Je nach Vorgehensweise verbrauchst du beim Waschen möglicherweise doppelt oder dreimal so viel Energie und Wasser wie nötig. Wenn du deine Waschgewohnheiten änderst, kannst du den Energieverbrauch senken. In Summe können kleine Änderungen einen großen Unterschied machen.

Erstens werden dabei enorm viel Energie und Wasser verbraucht und infolgedessen Treibhausgase verursacht. Zweitens werden Waschmittel verwendet. Der Abbau synthetischer Reinigungsmittel, z. B. aus Erdöl gewonnener Tenside, dauert sehr lange und sie verschmutzen das Wasser. „Derzeit ist es nur schwer vorstellbar, dass eine revolutionäre Waschmethode erfunden wird, die unsere Umweltauswirkungen drastisch senkt. Wir müssen also unsere Gewohnheiten dauerhaft ändern.“ Je nach Vorgehensweise verbrauchst du beim Waschen möglicherweise doppelt oder dreimal so viel Energie und Wasser wie nötig. Wenn du deine Waschgewohnheiten änderst, kannst du den Energieverbrauch senken. In Summe können kleine Änderungen einen großen Unterschied machen.

Kleidung, die richtig gewaschen wird, hält länger.

Dass Kleidung massenweise weggeworfen wird, ist ein weltweites Problem. Doch nicht immer geschieht das freiwillig. Oft wird ein Lieblingsteil versehentlich beim Waschen ruiniert. Prof. Stamminger meint: „Durch die Wäsche wird die Lebensdauer von Kleidung verlängert, da Verschmutzungen, die beim Tragen entstehen, entfernt werden.“ Fehler beim Waschen können Kleidung ruinieren. Mit der richtigen Pflege hält sie länger und landet nicht so schnell auf dem Müll.

Kleidung länger zu nutzen, reduziert nicht nur die reine Abfallmenge. Untersuchungen zufolge* verringert sich die Umweltbelastung eines Kleidungsstücks um etwa 20 %, wenn es neun Monate länger getragen wird. Es liegt auf der Hand, dass Waschen und Trocknen im Wäschetrockner nach jedem Tragen die Lebensdauer deutlich stärker verkürzt als Waschen nach Bedarf und Lufttrocknen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie Ihre Waschgewohnheiten ändern und mehr aus Ihrer Kleidung herausholen können.

*Laut Berichten von Gruppen wie der britischen Non-Profit-Organisation WRAP.

Was kannst du also tun?

Zuerst einmal kannst du Wäsche weniger oft waschen. T-Shirts und Unterwäsche sollte man häufig waschen. Kleidung ohne direkten Hautkontakt müssen nur gewaschen werden, wenn sie schmutzig sind. Ansonsten kannst du sie durchlüften oder mit einem Dampfreiniger reinigen. Beim Waschen solltest du die Waschmaschine nur zu 80 % befüllen. Auch die Temperatur ist wichtig. In Asien wird Kleidung oft mit kaltem Wasser gewaschen, aber ein hoher Mineralgehalt kann verhindern, dass sich Waschmittel auflösen. In Europa und den USA wird Wäsche hingegen großteils mit heißem Wasser gewaschen. Forschungsarbeiten von Professor Stamminger haben gezeigt, dass eine Senkung der Wassertemperatur um nur 3 °C den Energieverbrauch im Schnitt um 12 % reduziert, eine Senkung um 5 °C um 19 %. Auch der Wechsel des Waschmittels ist eine einfach durchführbare Maßnahme. Am besten entscheidest du dich für Produkte und Waschmittel auf pflanzlicher Basis, die biologisch abbaubar sind und nur wenig Tenside enthalten.

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Dr. Rainer Stamminger

Forscher für Haushaltstechnik

Forscher für Haushaltstechnik

Der emeritierte Professor der Universität Bonn mit einem Doktortitel in Physik ist seit 2002 als Forscher für Haushaltstechnik tätig. Er analysiert den Energieund Wasserverbrauch bei Hausarbeiten wie dem Geschirrspülen und Wäschewaschen, um nachhaltigere Lösungen zu finden.

Das Einmaleins der Wäsche für langlebige Kleidung

Reinigungsexperte Yasuyuki Mogi beantwortet die wichtigsten Fragen zur Wäsche. Mit diesen grundlegenden Informationen kannst du das Potenzial deiner Kleidung voll ausschöpfen.

Q1 Warum laufen Wollsachen beim Waschen ein? Wie werden sie am besten gewaschen?

Tierische Fasern sind von Schuppen umgeben, die sich öffnen, wenn sie nass werden. Werden sie in diesem Zustand gewaschen oder geschleudert, können sie sich verhaken und verfilzen. Auch Reibung kann dazu führen, dass sie sich verknoten. Um Schäden zu minimieren, sollten sie daher nur kurz gewaschen werden. Mogi empfiehlt, wie folgt vorzugehen: 1. Neutrales Waschmittel in lauwarmes Wasser geben und vermischen. 2. Wäsche auf links drehen und 3 Minuten per Hand waschen. 3. In ein Wäschenetz legen und 1 Minute lang in der Waschmaschine schleudern. 4. Aus dem Wäschenetz nehmen und 3 Minuten lang spülen. 5. Erneut im Wäschenetz 1 Minute lang schleudern. Ausbreiten und zum Trocknen hinlegen. „Mit einem sanften Schleudergang können schmutziges Wasser und Waschmittel besser von Strickwaren entfernt werden“, erklärt Mogi. Q3

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Q2 Sollten Stricksachen nach jedem Tragen gewaschen werden?

„Solange sie über Unterwäsche getragen werden und die Haut nicht direkt berühren, reicht es, sie pro Saison nur ein paar Mal zu waschen. Staub sollte nach jedem Tragen mit einer Kleiderbürste entfernt werden. Mit einem Dampfreiniger können schlechte Gerüche entfernt und Bakterien abgetötet werden.“ Man kann auch einfach nur die Bereiche waschen, die Schweiß und Hautfett ausgesetzt sind, zum Beispiel den Ausschnitt und die Bündchen.

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Q3 Brauche ich wirklich ein Wäschenetz?

„Stricksachen leiern schnell aus. Alles, was leicht knittert, sollte in ein Wäschenetz gegeben werden. Sie verhindern, dass Fasern beschädigt werden. Damit Kleidung nicht zu wild herumgeschleudert wird, kann man sie in ein kleineres Netz geben oder zusammenbinden.“

Q4 Sollte ich ein Weichspülmittel verwenden?

„Ein Weichspüler muss nicht jedes Mal verwendet werden. Man sollte es nur verwenden, wenn die Sachen sich weicher anfühlen sollen. Weichspüler wirken wie Haarpflegeprodukte: Sie umgeben die Fasern mit einer Schicht, wodurch sie weniger Feuchtigkeit aufnehmen können. Für Unterwäsche und Handtücher werden sie nicht empfohlen.“

Q5 Welche einfache Maßnahme kann man umsetzen, damit Kleidung länger hält?

„Waschpulver sollte vor dem Waschen in Wasser aufgelöst werden. Waschmittel schützen die Kleidung vor wasserbedingten Schäden. Gut vermischt, schützen sie die Fasern besser. Toplader-Waschmaschinen sollte man kurz ohne Wäsche laufen lassen, dann das Waschmittel hinzugeben und die Maschine dann noch einmal 2 bis 3 Minuten laufen lassen. Bei Waschmaschinen mit Waschtrommel sollte man das Waschmittel in einer Plastikflasche mit der gleichen Menge Wasser vermischen, bevor man es in das Waschmittelfach gibt.“

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Q6 Ich wasche Daunenartikel lieber nicht. Schadet ihnen das Waschen nicht?

„Daunen stammen von Wasservögeln. Deshalb ist Wasser für die Federn kein Problem! Daunenartikel müssen gewaschen werden, weil man für gewöhnlich schwitzt, wenn man sie trägt. Da Daunen durch Schweiß und Feuchtigkeit platt werden, empfehlen wir, Daunenartikel zweimal pro Saison zu waschen. Einmal mitten in der Saison und einmal am Ende.

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Q7 Was ist der Unterschied zwischen Waschen und einer chemischen Reinigung?

„Bei der chemischen Reinigung werden statt Wasser organische Lösemittel verwendet. So wird verhindert, dass Kleidung beschädigt wird oder einläuft. Ein großer Unterschied ist, dass bei der chemischen Reinigung nur ölige Rückstände von Hautfett, Make-up oder Kugelschreibertinte entfernt werden können. Wasserbasierte Flecken, z. B. durch Schweiß oder Tee, können hingegen nicht entfernt werden.“

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Q8 Wie kann man starren Denimstoff am besten waschen, ohne ihn auszubleichen?

„Handwäsche ist die beste Lösung, wenn kräftiges Blau nicht verblassen soll. Man sollte die Kleidung auf links drehen und nur Wasser mit Raumtemperatur verwenden. Auch spezielle Waschmittel für Denimstoffe können verhindern, dass der Stoff ausbleicht. Da UV-Strahlung ebenfalls ausbleicht, sollte man diese Produkte zum nicht direkt in der Sonne trocknen.“ Damit Denim so lange wie möglich wie neu aussieht, kann man es zwischendurch mit Desinfektionsspray besprühen.

Mit ein bisschen Aufwand schaff st du es, dass sie wieder wie neu aussehen.“

„Bei den im Herbst und Winter so dringend benötigten Strickwaren müssen spezielle Pfl egehinweise beachtet werden.

Ausgeleierte Strickwaren

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Laut Mogi können ausgeleierte Strickwaren durch das Waschen wieder in Form gebracht werden, auch wenn dies ein bisschen vom Design und der Stärke des verwendeten Garns abhängt. Führe zuerst die oben beschriebenen Schritte aus und wasche die Kleidungsstücke vorsichtig mit der Hand. Beim Schleudern ziehen sich die Fasern zusammen, wodurch das Kleidungsstück wieder in Form gebracht wird. Im Laufe der Zeit passen sich Strickwaren an den Körper des Trägers an.

Eingelaufene Strickwaren

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Wenn Strickwaren einlaufen, in Weichspülmittel oder Haarspülung einweichen. „Waschbecken mit lauwarmem Wasser füllen, pro 10 Liter Wasser etwa 4 Spritzer Haarspülung oder 10 ml Weichspülmittel hinzugeben und gut vermischen. 2. Kleidung
4 Stunden lang einweichen. 3. Dann kurz mit Wasser abspülen und hin und her schwenken. Wasser abtropfen lassen. 4.Kleidung ausbreiten und im Liegen trocknen.“ Falls diese Methode nichts bringt, solltest du die Strickwaren zum Recycling bringen.

Hartnäckige Flecken

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Je nach Fleck müssen unterschiedliche Methoden angewandt werden. Hier konzentrieren wir uns aber allgemein auf hartnäckige Flecken, die einfach nicht weggehen wollen. „Wenn du nicht weißt, was den Fleck verursacht hat, kannst du eine Methode verwenden, die sich sowohl für wasserbasierte als auch für ölbasierte Flecken eignt. 1. Vermische neutrales Waschmittel in einer Sprühflasche mit der gleichen Menge Wasser und sprühe die Mischung auf den Fleck. 2. Verreibe das Mittel mit einer Zahnbürste auf dem Fleck. 3. Wiederhole Schritt 1 und 2 etwa 10 Minuten lang und wasche das Kleidungsstücke dann mit der Hand. Brauche das restliche Mittel innerhalb von einer Woche auf.“

*Es wird nicht garantiert, dass die in diesem Artikel beschriebenen Methoden wirksam sind oder zu den gewünschten Ergebnissen führen. Je nach Material, Farbstoffen, Verschmutzung und Bedingungen beim Waschen können Kleidungsstücke ausbleichen, einlaufen, ihre Form verlieren und beschädigt werden. Lies unbedingt die Waschund Pflegehinweise und entscheide dann selbst, was am besten ist.

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Yasuyuki Mogi

Reinigungsexperte

Reinigungsexperte

Geschäftsführer des Reinigungsgeschäfts LIVRER. Er reinigt Kostüme für die Theatergesellschaft Shiki und Cirque du Soleil. Zu seinen Projekten zählt Laundry Brothers, eine Organisation, die Tipps zur Pflege gibt, damit Kleidung länger getragen werden kann.

Achte schon beim Kauf auf pflegeleichte Kleidung

Wenn du schon beim Kauf darauf achtest, dass die Kleidung pfl egeleicht ist und sich also einfach waschen lässt, strapazierfähig ist und nicht knittert, dann hält sie auch länger.

  • LifeWear und die Zukunft

    Waschbarer Milano-Rippstrick-Pullover
    mit Rundhalsausschnitt

    Bei diesem Milano-Rippstrick wird die Strukturdurch ein glattes Strickmuster ergänzt, wodurch ein feines Gewebe entsteht. Solch ein Stoff kann beim Waschen steif werden. Da UNIQLO jedoch ein dehnbares Garn verwendet, behält der Pullover
    seine Form und fühlt sich auch direkt nach dem Waschen wunderbar weich an.

    • Milano Strickpullover (maschinenwaschbar, gerippt, Rundhals)
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    Waschbare
    Damen-Strickhose

    Diese pflegeleichte Hose fühlt sich weich an, engt nicht ein und behält doch ihre Form. Ermöglicht wird dies durch die
    Vollnadeltechnik, mit der eine besonders dichte Webstruktur erzeugt wird. Der unter Spannung gestrickte Stoff ist weniger anfällig für Knötchenbildung und bleibt nach dem Waschen besser in Form.

    • Strickhose (maschinenwaschbar)
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    Waschbarer
    PUFFERTECH Kinder-Parka

    Kinder spielen gerne draußen. Deshalb sind pflegeleichte Jacken toll. Die Füllung dieses Parkas wurde gemeinsam mit
    Toray Industries entwickelt. Sie ist nicht nur leicht und warm, sondern hat auch mehr Bauschkraft als üblich und bleibt auch
    nass bauschig. Die wasserabweisende Außenschicht wird beim Waschen nicht beschädigt und hält länger trocken.

    • PUFFERTECH Parka (maschinenwaschbar)
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    Bügelfreies
    Slim-Fit-Hemd

    Dieses Hemd knittert auch beim Waschen nicht.* Dank des in die Nähte eingearbeiteten Bands behält der Stoff auch ohne Bügeln seine Form. Zur Formstabilität trägt auch das mehrstufige Verfahren bei, bei dem das Hemd einer speziellen Behandlung unterzogen und heiß gepresst wird. Die Geschmeidigkeit der Baumwolle mit hoher Fadenzahl ist ein weiterer Pluspunkt.

    • Bügelfreies Hemd (Slim Fit)

*Je nach Waschmethode kann es nötig sein, kurz zu bügeln.

  • Fotos: Yoshio Kato
  • Illustrationen: Chihiro Yoshii
  • Text: UNIQLO