Henri Matisse & sein Leben
English version below
Henri Matisse, der französische Maler, der als Meister der Farben bekannt war, war ein großer Freund der Natur. Im Alter von 48 Jahren zog er nach Nizza, wo er bis zu seinem Lebensende Kunstwerke erschuf. Was für eine Stadt war Nizza für ihn? Wir folgen seinen Spuren und den legendären Werken, die nun als T-Shirts erhältlich sind.
Zur Kollektion
Links
Jazz II. Der Zirkus (1947) / Jazz V. Pferd, Reiter und Clown (1947)
Der legendäre Kunstband Jazz, den Matisse mit seiner berühmten Schnitttechnik gestaltete, enthält zwanzig Werke und ein handgeschriebenes Inhaltsverzeichnis. Es zeichnet sich durch leuchtende Farben und dynamische Energie aus und greift Themen wie Zirkus, Folklore, Tiere und die Erinnerungen des Künstlers an seine Reisen nach Tahiti auf.
Rechts
Blauer Akt, IV (1952)
Die Serie Blauer Akt, die er in seinen späteren Jahren mit Schnittechniken schuf, besteht aus vier Werken.
Die weibliche Figur ist mit beeindruckender Schlichtheit auf blauem Papier dargestellt. In Blauer Akt, IV
bleiben mehrere unterzeichnete Linien sichtbar und bieten einen seltenen Einblick in seinen fortwährenden Prozess der Erforschung und Verfeinerung.
Jazz VIII. Ikarus (1947)
Die achte Arbeit der Jazz-Reihe zeigt Ikarus, der zu nah zur Sonne flog und abstürzte. Der Ausschnitt fängt sowohl die Dynamik als auch die Unausweichlichkeit seines Schicksals ein.
Gischt der Blätter (1953)
Das im Jahr vor seinem Tod entstandene Werk Gischt der Blätter stellt Pflanzen dar, die an einen strahlenden Blumenstrauß erinnern.
Die Arbeit ist einer der letzten Ausdrucksformen seiner künstlerischen Reise und symbolisiert seine Erforschung der Vitalität des Lebens und der Schönheit der Natur durch Farbe und Form.
Blauer Akt, IV (1952)
Blauer Akt, IV stellt den weiblichen Körper dar und wurde mithilfe von Schnittechniken mehrfach überlagert, wodurch subtile Farbabstufungen entstehen, die an die zarten Nuancen der Pinselführung erinnern.
Links
Jazz XXI. (1947)
Dies ist die Grafik für das Inhaltsverzeichnis seines Kunstbands, für den Matisse nicht nur die Bilder schuf, sondern auch die Texte schrieb. Das Layout, frei von Zwängen des Rasterdesigns, und die fließende Typografie vermitteln die improvisatorische Energie und den rhythmischen Fluss der Jazzmusik.
Rechts
Jazz VIII. Ikarus (1947)
Auf der Vorderseite ist Ikarus zu sehen und auf der Rückseite ein von Matisse hangeschriebener Text, aus dem Kunstband. Die Jazz-Reihe besteht nicht nur aus visuellen Arbeiten, sondern auch aus Texten, die die Gedanken von Matisse über Kunst, Reisen, Liebe und mehr widerspiegeln.
Gischt der Blätter (1953)
Wie im Takt der Musik, bewegt sich die Hand und nimmt Formen an – leuchtend buntes Papier wird mit Kühnheit und Rhythmus geschnitten und arrangiert. Dieses Werk scheint die pure Schönheit der Farbe einzufangen, der Matisse sein Leben lang unermüdlich nachging.
Ein Gespräch über Matisse
Künstlerin Sophie Matisse über ihren Urgroßvater
Wie hat dich das Erbe deines Urgroßvaters als Künstlerin beeinflusst?
Seitdem ich ein kleines Mädchen war, war Matisse immer präsent in meinem Leben. Anfangs war er ein großes Thema, das ich überhaupt nicht begriff. Dann, als ich älter wurde, fühlte ich mich schlichtweg überwältigt und ein bisschen verängstigt durch ihn, bis diese Gefühle irgendwann nachließen. Bezüglich meiner eigenen Kunst, kann ich nicht sagen, dass es leicht war, seine Präsenz ständig zu spüren, so viel größer als das Leben selbst. Ich habe mich als Künstlerin und der Verbindung zu ihm oft irrelevant gefühlt. Ich denke, dass er einen tiefgreifenden Einfluss auf meine Arbeiten hat, inbesondere wenn es um Licht, Farbe und die Formen von Linien geht.
Auch wenn ihr keine gemeinsame Zeit miteinander geteilt habt, beeinflusst dich sein Erbe an die Familie und Kunstwelt auf irgendeine Weise?
Über die Jahre habe ich immer mehr von ihm entdeckt, selbst kleine Details zu seiner Persönlichkeit. Zum Beispiel habe ich erfahren, dass er eine irgendwie witzige und schelmische Seite besaß. Das half mir sehr, ihn nur als Person zu sehen, ein Verwandter, der einen Platz in der Familie hatte, so wie ich.
Dies ist UNIQLO erste Zusammenarbeit mit Matisses Arbeiten. Was bedeutet es für dich, seine Kunst auf T-Shirts zu sehen, die weltweit getragen werden?
Matisse selbst hatte für die Familie stets strenge Auflagen, seine Werke nicht durch Kommerzialisierung und Reproduktion auf Alltagsgegenständen und Alltagskleidung herabzuwürdigen. Er starb 1954, in einer völlig anderen Zeit als heute. Unsere Kultur hat sich zusammen mit vielen anderen Aspekten unseres modernen Lebens weiterentwickelt. Seine Werke auf irgendetwas gedruckt zu sehen, das sich verkaufen lässt, lässt mich natürlich zusammenzucken, aber es gibt Ausnahmen. Mir gefiel sehr, was ich sah, als sich das Projekt mit UNIQLO entwickelte und ich denke, es wurde mit Sorgfalt umgesetzt. Es bedeutet eine große Veränderung für die Familie, aber die Zeiten ändern sich und wir müssen uns daran anpassen.
Es gab ein Fotoshooting in Nizza, dem Ort, an dem Matisse viel Zeit verbrachte. Kannst du uns etwas über sein dortiges Leben erzählen? Wie hat er die Tage verbracht, was hat die Stadt ihm gegeben?
Ich glaube, dass die Küste für ihn etwas ganz Besonderes war und dass das Licht zu verschiedenen Tageszeiten einen großen Anteil daran hatte, dass er Südfrankreich so sehr genoss!

Geboren 1965 in Cambridge, Massachusetts, USA. Zeitgenössische Künstlerin mit SItz in New York. 1996 zieht sie nach New York und beginnt ihre Karriere als Künstlerin. Ihre Nachbildung der Mona Lisa fand großen Zuspruch in der Kunstwelt und markiert den Beginn ihrer Karriere. Trotz des Einflusses ihres Urgroßvaters Henri Matisse, haucht sie der Kunstszene mit ihrem einzigartigen Ausdruck und ihren Perspektiven neues Leben ein.
Entdecke Matisse
Robert Capa / International Center of Photography / Magnum Photos/aflo
War er Anwalt, bevor er Maler wurde?
Henri Matisse wird am 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis, in Frankreich, als ältestes von drei Kindern geboren. Nach seinem Abschluss zieht er nach Paris, um Jura zu studieren und arbeitet in einer Kanzlei. Doch im Alter von zwanzig Jahren kommt es zu einem entscheidenden Moment. Während einer langen Krankheitsphase schenkt ihm seine Mutter einen Satz Farben und weckt seine Leidenschaft für die Kunst. Von da an beschließt er, Maler zu werden und schreibt sich an der örtlichen Kunstschule ein. Trotz seiner Entschlossenheit scheitert er viermal an der Aufnahmeprüfung für die Nationale Schule der Schönen Künste. Mit 25 Jahren schafft er es schließlich, und der Künstler Henri Matisse ist geboren. Mit 28 heiratet er und wird Vater von drei Kindern. Sein jüngster Sohn, Pierre Matisse, wird später Sophies Großvater.
Wachsende Anerkennung als Maler
1905, im Alter von 35 Jahren, lässt sich Matisse neben anderen Künstler:innen in der Hafenstadt Collioure nahe der spanischen Grenze nieder, wo er sich in seine Kunst vertieft. Inspiriert vom mediterranen Licht und der Landschaft, erforscht er neue Richtungen, verwendet lebhafte Farben und kraftvolle Pinselschwünge. In dieser Zeit sorgte die Arbeit „Frau mit Hut“ (1905) mit einer kräftigen Farbwahl und der patchworkartigen Komposition für Kontroversen, da es von den damaligen künstlerischen Normen abwich. Dies markierte die Geburtsstunde des Fauvismus (Wildtierbewegung). Doch innerhalb weniger Jahre wandten sich viele Künstler:innen dem Kubismus zu, während Matisse weiterhin Werke mit vereinfachten Kompositionen und einer Betonung der Farbe schuf. 1909, im Alter von 39 Jahren, wurde er von einem russischen Sammler beauftragt, eine vorbereitende Skizze für „Tanz (I)“ anzufertigen. Dieses Werk wurde sowohl für Matisse selbst als auch aufgrund seines Einflusses auf die spätere abstrakte Kunst bedeutsam.
Umzug nach Nizza: eine neue Art des Papierschnitts
1917 zieht Matisse mit 48 Jahren ins südfranzösische Nizza, wo er sich ganz seiner Arbeit widmet und zahlreiche Gemälde von Frauenfiguren und Innenszenen schuf, darunter die legendäre Odalisken-Serie. In seinen späteren Jahren erlebt Matisse eine tiefgreifende Wandlung. Nach schwerer Krankheit, die ihn körperlich schwächt, wendet er sich von der Malerei der Schere zu und wird zum Pionier der revolutionären Technik des Papierschnitts. 1947 veröffentlicht er Jazz, ein Buch, das seine meisterhafte Beherrschung dieser neuen Form demonstriert, und trägt zur Gestaltung der Rosenkranzkapelle in Vence bei. Er arbeitet bis zu seinem Tod am 1. November 1954 im Alter von 84 Jahren weiter und vollendet über 40 Papierschnitte, darunter die Serie Blaue Akte und das monumentale Werk Die Traurigkeit des Königs.
Das Erbe von Matisse erkunden
Musée Matisse
Das Matisse-Museum in Nizza widmet sich der Bewahrung und Würdigung des Lebens und Vermächtnisses von Henri Matisse. Die außergewöhnliche Sammlung umfasst seine gesamte Karriere und bietet einen beispiellosen Einblick in seine künstlerische Entwicklung und bahnbrechenden Innovationen. Das Museum beherbergt über einhundert persönliche Gegenstände, die Matisse selbst gesammelt hat und von denen viele in seinen Gemälden zu sehen sind, sowie zahlreiche Werke, die von seiner Familie gespendet wurden. Es deckt seine gesamte Schaffensperiode ab und ist das einzige Museum in Europa, das nahezu alle seine Skulpturen beherbergt. Über die Bewahrung seines Vermächtnisses hinaus inspiriert es neue Generationen, vertieft die Wertschätzung für sein visionäres Werk und stellt sicher, dass sein Einfluss Zeit und Grenzen überdauert. Das Museum ist weiterhin bestrebt, seine Sammlung zu erweitern und die Forschung zum Leben, Werk und künstlerischem Kontext von Matisse voranzutreiben.
164, avenue des Arènes de Cimiez 06000 Nizza, Frankreich
https://www.musee-matisse-nice.org/en/
Chapelle du Rosaire à Vence
Ein Meisterwerk, an dem Matisse von der Gestaltung und Inneneinrichtung bis hin zur Herstellung der zeremoniellen Gewänder in allen Bereichen beteiligt war und das er selbst als Krönung seines Lebenswerks bezeichnete. Diese Kapelle ist ein künstlerisches Wunder mit gefliesten Wandmalereien und prächtigen Buntglasfenstern, die den Besuchenden in eine Welt der Kunst eintauchen lassen.
466, avenue Henri Matisse, 06140 Vence, Frankreich
http://chapellematisse.com
Hotel Beau Rivage
Im Dezember 1917 besucht Matisse Nizza zum ersten Mal und verbringt mehrere Monate in diesem Hotel. Während seines Aufenthalts ist er tief fasziniert vom Licht und den Farben der Stadt, was seine Leidenschaft für den Ausdruck von Farbe entfacht.
24, rue Saint-François de Paule 06300 Nizza, Frankreich
https://www.hotelnicebeaurivage.com
Palais Caïs de Pierlas
Eine Wohnung, in der Matisse von 1921 bis 1938 lebt. Der lebhafte Markt am Place Saleya direkt vor dem Gebäude mit seiner farbenfrohen Blumen-, Obst- und Gemüseausstellung wird Teil seines Alltags. Hier kreiert er seine Odalisken-Serie.
1, place Charles-Félix, 06300 Nizza, Frankreich
La Colombre d'Or
Das von Künstler:innen und Philosoph:innen, darunter Matisse und Picasso, beliebte Restaurant dient als Treffpunkt für Kreativität und Austausch. Matisse verbringt hier viele Stunden, und ein von ihm gemaltes Frauenporträt wird immer noch ausgestellt.
Place du Général de Gaulle 06570, St. Paul de Vence, Frankreich
https://www.la-colombe-dor.com
© 2025 Succession H. Matisse / Artists Rights Society (ARS), New York
Die Kollektion
Henri Matisse, the French painter renowned as the "Master of Color", had an immense love for nature. At the age of 48, he moved to Nice, where he continued creating art until the end of his life. What kind of city was Nice for him? We trace Matisse's footsteps, alongside the works that became iconic on T-shirts.
View items
Left
Jazz II. The Circus (1947) / Jazz V. Horse, Rider and Clown (1947)
The iconic art book Jazz, created by Matisse using his renowned cut-out technique,
features 20 works alongside a handwritten table of contents. It is distinguished by its
vibrant colors and dynamic energy, drawing on themes such as the circus, folklore, animals, and the artist's memories of his travels in Tahiti.
Right
Blue Nude, IV (1952)
The Blue Nudes series, created with cut-outs in his later years, consists of four works.
The female form is depicted with striking simplicity on blue paper. In Blue Nude, IV,
multiple underdrawn lines remain visible, offering a rare insight into his ongoing process of exploration and refinement.
Jazz VIII. Icarus (1947)
The 8th piece in the Jazz series portrays Icarus, a figure from Greek mythology. Having acquired wings and taken flight, he ventures too close to the sun, causing his wings to melt and ultimately leading to his fall. He captures both the dynamic movement and the tragic inevitability of his fate through the cut-out.
The Sheaf (1953)
The cut-out The Sheaf, created in the year before his death, features motifs that evoke the leaves and stems of plants, radiating outward in a design reminiscent of a bouquet.
This piece stands as one of the final expressions of his artistic journey, symbolizing his exploration of life's vitality and the beauty of nature through color and form.
Blue Nude, IV (1952)
The front shot on p.03 is handwritten by Matisse himself, simply rendered in the symbolic color "blue." In Blue Nude, IV from the series, the female form is layered multiple times using the cut-out technique, capturing subtle tonal gradations that recall the delicate nuances of brushwork.
Left
Jazz XXI. (1947)
This is the graphic for the table of contents of the art book Jazz for which Matisse created not only the artwork, but also the text. The layout, free from the constraints of grid design, and the fluid, hand-drawn typography convey the improvisational energy and rhythmic flow of jazz music.
Right
Jazz VIII. Icarus (1947)
The back shot on p.04. On the front, Icarus is depicted, and on the back, a handwritten text by Matisse, which appears on the adjacent page of the art book, is printed. Jazz includes not only visual works but also writings that reflect his thoughts on art, travel, love, and more.
The Sheaf (1953)
As if guided by the rhythm of music, the hand moves and shapes take form-vividly colored paper is cut and arranged with boldness and rhythm. This work seems to encapsulate the "pure beauty of color" that Matisse relentlessly pursued throughout his life.
Talking About Matisse
Artist Sophie Matisse on Her Great-Grandfather
Q As an artist yourself, how has Matisse, your great-grandfather, and his legacy influenced and continue to influence your work?
Since I was a very little girl, Matisse has always had a presence in my life. In the beginning, he was a giant subject I did not understand at all. Then, as I grew older, I simply felt
overwhelmed and a little frightened of him until those feelings finally subsided. In terms of my own art, I cannot say it's been easy having his presence always felt, so much bigger than life itself. I've often felt irrelevant as an artist because of this connection I have to him. I do feel that he certainly has profoundly influenced my work, especially when it comes to light, color, and the shape of a line.
Q While we understand that you did not share in-person time together, does what he left in the family, and the art lineage inform you in a certain way?
Over the years I've discovered more and more about Matisse, even little details about his personality. For instance, I learned that he had a somewhat comical and mischievous side to his personality. This was of great interest to me because it helped me to see him as just a person, a relative who had a place in the family just as I do.
Q This is UNIQLO's first collaboration with Matisse's artwork. What does it mean to you that Matisse's art is featured on T-shirts and them to be worn by people around the world?
The family has always been under very strict rules from Matisse himself to not vulgarize his work by commercializing and reproducing his works on everyday objects and everyday clothing. Matisse died in 1954, a profoundly different era than today. Our culture has evolved along with so many other aspects of our modern life today. To see Matisse's works printed on to anything that can be sold of course makes me cringe, but there are acceptions. When I saw how this project with UNIQLO was developing, I very much liked what I saw, and I feel that it's been done with care and done well. It is a big change for the family, but with time comes change and we must adapt to our time.
Q We did a photoshoot in Nice, France, the place Matisse spent a lot of time in. If there is any things you could share that you know of his life in Nice, how did he like to spend his days, what the place gave to him, please share with us.
I do feel that the seaside was very special for him and the light during different parts of the day became a big part of why he enjoyed so much the South of France!

Born in 1965 in Cambridge, Massachusetts, USA. Contemporary artist based in New York. In 1996, she moved to New York and began her career as an artist in earnest. Her reproduction of the Mona Lisa attracted attention in the art world and marked the beginning of her career. Although influenced by her
great-grandfather Henri Matisse, she is breathing new life into the art world with her unique expression and perspective.
Discovering Matisse
Robert Capa/International Center of Photography/Magnum Photos/aflo
Was he a lawyer before becoming a painter!?
Henri Matisse was born on December 31, 1869, in Le Cateau-Cambrésis, France, the eldest of three siblings. After graduating from high school, he moved to Paris to study law and began working at a law firm. However, at the age of 20, a pivotal moment arrived. During a prolonged period of illness, his mother gifted him a set of paints, sparking his passion for art. From that point onward, he resolved to pursue a career as a painter and enrolled in the local art school. Yet, despite his determination, he failed the entrance exam for the National
School of Fine Arts four times. At 25, he finally succeeded, marking the official birth of Henri Matisse as an artist. At 28, he married and became a father of three. His youngest son, Pierre Matisse, would later become the grandfather of Sophie, as mentioned earlier.
Gaining Recognition as a Painter
In 1905, at the age of 35, Matisse, alongside fellow artists, settled in the fishing village of Collioure near the Spanish border, where he immersed himself in his work. Inspired by the Mediterranean light and landscape, he began exploring new directions, using vibrant colors and vigorous brushwork. During this period, Woman with a Hat (1905), with its bold color choices and patchwork-like composition, stirred controversy for its departure from traditional artistic norms. This marked the birth of Fauvism (“Wild Beast" movement). Yet, within a few years, many artists shifted towards Cubism, while Matisse remained
dedicated to creating works with simplified compositions and an emphasis on color. In 1909, at 39, he was commissioned by a Russian collector to create a preparatory sketch for Dance (I), This work became significant both for Matisse himself and for its influence on later abstract art.
Moving to Nice: A New Artistic Frontier in Cut-Outs
In 1917, at the age of 48, Henri Matisse moved to Nice, in the south of France, where he fully immersed himself in his work, creating numerous paintings of female figures and interior scenes, including the iconic Odalisque series. In his later years, a profound transformation occurred in Matisse's life. After suffering a serious illness that left him physically debilitated, he turned from painting to scissors, pioneering the revolutionary technique of paper cut-outs. In 1947, he published Jazz, a book that exemplified his mastery of this new form, and contributed to the design of the Chapel of the Rosary in Vence. Matisse continued to create until his death on November 1, 1954, at the age of 84, completing over 40 cut-outs, including the Blue Nudes series and the monumental The Sadness of the King.
Exploring the Matisse Heritage
Musée Matisse
The Matisse Museum in Nice is dedicated to preserving and celebrating the life and legacy of Henri Matisse. The museum's exceptional collection spans the entirety of Matisse's career, offering an unparalleled insight into his artistic evolution and groundbreaking innovations. The museum holds over a hundred personal objects collected by Matisse himself, many of which appear in his paintings, along with numerous works donated by his family. Covering Matisse's entire creative period, it is the only museum in Europe to house nearly all of his sculptures. Beyond preserving his legacy, it inspires new generations, deepening appreciation for his visionary work and ensuring his influence transcends time and borders. The museum remains committed to expanding its collection and advancing scholarship on Matisse's life, work, and artistic context.
164, avenue des Arènes de Cimiez 06000 Nice, France
https://www.musee-matisse-nice.org/en/
Chapelle du Rosaire à Vence
A masterpiece in which Matisse was involved in everything from design and interior decoration to the creation of ceremonial garments, and which he described as "the culmination of my entire life's work." This chapel is an artistic marvel, featuring tiled wall murals and magnificent stained-glass windows that immerse visitors in a world of art.
466, avenue Henri Matisse, 06140 Vence, France
http://chapellematisse.com
Hôtel Beau Rivage
In December 1917, Matisse visited Nice for the first time and stayed at this hotel for several months. During this stay, he was
deeply captivated by the light and colors of Nice, which sparked
his passion for the expression of color.
24, rue Saint-François de Paule 06300 Nice, France
https://www.hotelnicebeaurivage.com
Palais Caïs de Pierlas
An apartment where Matisse lived from 1921 to 1938. The vibrant market held at the Place Saleya, just in front of the building, with its colorful display of flowers, fruits, and vegetables, became part of Matisse's daily life. It was here that he created his Odalisque series.
1, place Charles-Félix, 06300 Nice, France
La Colombre d'Or
A restaurant beloved by artists and philosophers, including
Matisse and Picasso, served as a gathering place for creativity
and exchange. Matisse spent many hours here, and a portrait of a woman he painted remains on display.
Place du Général de Gaulle 06570, St. Paul de Vence, France
https://www.la-colombe-dor.com
© 2025 Succession H. Matisse / Artists Rights Society (ARS), New York



